EPM – International Association of Ear Piercing Market Specialists

 

Ohrlochsetzen bei Kindern: Auswahl eines guten Fachgeschäfts mit modernen Instrumenten und geschultem Personal macht den Unterschied; Bild: Tanya Hasler/epmeurope.org/BVJ

Nürnberg/Köln, 12. September 2012 – In der Debatte um das Ohrlochstechen bei Kindern mahnen der Verband der Europäischen Hersteller von Ohrlochstechsystemen (The Ear Piercing Manufacturers of Europe, EPM) und der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BVJ) eine Versachlichung der Diskussion an.

„Schon seit vielen Jahrzehnten setzen Juweliere und Schmuckfachgeschäfte in Deutschland Kindern Ohrlöcher. Nach unserer Erfahrung tritt dabei in den allerwenigsten Fällen ein Problem auf“, sagt BVJ-Präsident Karl-Eugen Friedrich. „Unsere Juweliere und Schmuckfachverkäufer gehen verantwortungsvoll mit Kindern um und erklären Eltern und Kindern genau, wie neue Ohrlöcher richtig gepflegt werden, um beispielsweise Entzündungen zu vermeiden.“

EPM-Repräsentant Ingo Reiners ergänzt: „Dass Eltern mit ihrem Kind nach dem Ohrlochstechen zum Arzt müssen, kommt bei der Wahl eines guten Fachgeschäfts und sachgemäßer Nachpflege fast nie vor.“

Einer neuen gesetzlichen Regelung bedarf das Ohrlochstechen nach Ansicht beider Verbände nicht. „Vom Body Piercing in Tätowier- oder Piercing-Studios ist Ohrlochstechen klar zu trennen“, erklärt Reiners. „Beim Body Piercing gibt es andere Altersgrenzen, weil auch sensiblere Körperregionen durchstochen werden und andere Risiken bestehen.“ In Juwelier- und Schmuckfachgeschäften ist Ohrlochstechen erst ab 18 Jahren ohne schriftliche Erlaubnis der Eltern möglich, unter 16 sogar nur im Beisein der Eltern.

Beide Verbände weisen darauf hin, dass Ohrlochsetzen mit modernen Instrumenten heute kaum mehr spürbar ist. Zudem wird das Empfinden des Ohrläppchens nicht verändert. Wenn bei verheilten Ohrlöchern auf Dauer keine Ohrringe mehr getragen werden, bleibt meist nur ein kleiner Punkt sichtbar.