EPM – International Association of Ear Piercing Market Specialists
Nach dem Internationalen Verband der Ohrlochstech‑Spezialisten (EPM) bezeichnet Ohrlochstechen das Durchstechen des Ohrläppchens oder des flachen oberen Ohrknorpels mithilfe steriler Ohrstecker, die durch moderne, von Hand gedrückte Ohrlochstechsysteme mit sterilen Einwegkartuschen eingesetzt werden. Diese Definition betont ein hygienisches, geschlossenes Kartuschensystem, bei dem der/die Spezialist:in nicht mit dem sterilen Ohrstecker in Kontakt kommt – ein wichtiges Prinzip für Gesundheitsbehörden, die die Sicherheit solcher Verfahren bewerten. [epmeurope.org]
Moderne Systeme arbeiten mit sanften, von Hand gedrückten Instrumenten, die in einem einzigen Schritt sowohl das Stechen als auch das Einsetzen des Ohrrings durchführen. Eine sterile Einwegkartusche mit einem spitzem, sterilen Ohrstecker wird in das Gerät eingesetzt; während des Vorgangs berührt ausschließlich der Ohrstecker die Haut. Das Gerät selbst muss lediglich desinfiziert, jedoch nicht sterilisiert werden.
Es gibt auch alternative Methoden, wie z. B. das Stechen mit einer sterilen Hohlnadel, die häufig bei Knorpelpiercings verwendet wird. Beide Methoden gelten – korrekt ausgeführt – als sicher und steril. Verbraucher:innen wählen daher meist nach persönlicher Vorliebe, nicht auf Basis von Sicherheitsunterschieden.